Traum-Zeiten - Urlaub für Körper, Geist und Seele
AUFSTELLUNG   
         wie Andrea Keisel sie lebt….
 
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." 
                                                              Aristoteles    
Es ist ein besonderes Geschenk, dass AndreaKeisel von München zu uns kommt und ich freue mich sehr, dass sie uns an diesemSamstag die Möglichkeit bietet, wieder in ihre Welt der Aufstellungeinzutauchen. Wer sie kennt, erlebt sie vollkommen präsent und ganz von Herzenbei den Teilnehmern, beständig Klarheit ausstrahlend. Es durfte schon viel erkanntund Neues impulsiert und verwirklicht werden.
Termin:                            27.08.2016
Ort:                                  in der Praxis von Uwe Sélan Preising    
Sélan & Partner
Jakobstraße 7
90402 Nürnberg                  
Uhrzeit:                            10:00– 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr:              € 120,-
                                         Repräsentant:€ 40,-
                                                                      
Wir leben in einem System,d.h. in einer bestimmten Kultur, Gesellschaft, Familie, auch unserKörper/Geist/Seele ist ein System. Und die „Mitglieder“ eines Systems stehenmiteinander in Beziehung. Wie wir mit jemanden in Beziehung treten ist abhängigvon unseren Erfahrungen und unsere Erfahrungen bestimmen, was und wie wir etwaswahrnehmen, erleben und bewerten. Machen wir andere Erfahrungen, verändert sichnicht nur unsere Sicht, sondern unsere Beziehung.
In einer Aufstellung werden die Beziehungen sichtbar. Was undwie wir etwas wahrnehmen, erleben und bewerten. Das, was z.T. unbewusst in unsvorgeht wird nach außen gebracht und sichtbar. Innere Bilder werden nach außengebracht, damit man sie ansehen kann. Man sieht nicht nur, warum man sich wiefühlt in Beziehung zu x, y, sondern auch, warum und wie sich x, y fühlt inBeziehung mit uns. Es wird immer nur ein Thema aufgestellt und der Fokus aufdie damit in Verbindung stehenden Beziehungen gerichtet. Jeder hat seine gutenGründe, sich so zu fühlen und zu verhalten, wie er es tut. In einer Aufstellungwird dies erlebbar. Es werden die Zusammenhänge offensichtlich. Die Perspektivewird erweitert, aus dem ICH, das sich um sich selbst dreht, wird ein ICH, dassich innerhalb einer bestimmten Welt, eines bestimmten Kontextes, eines bestimmtesSystems erlebt, ein Individuum, das Teil eines größeren Ganzen ist. Durch daserweiterte Erleben beginnt sich bereits die Beziehung zu verändern –vorausgesetzt, man trägt in sich die innere Bereitschaft dazu.
Die Wissenschaft sagt: das System muss anschlussfähig sein undein System kann sich nicht radikal verändern, da kein System eine radikaleVeränderung überleben würde. Dies bedeutet, dass sich in einer Aufstellung nursoviel zeigen wird, das soviel Veränderungspotenzial enthält, dass das Systemnicht überfordern wird. Die Aufstellungsleiterin hält den Raum, damit sich daszeigen kann, was ist und gesehen und benannt werden will, um integriert zuwerden.
Das, was uns alle berührt, und das, wonach wir uns alle sehnen,ist gesehen zu werden, ohne Bewertung, ohne Beurteilung, dass unser Wesen,unser Sein wahrgenommen wird, wie es ist, sein darf. So geht es allen, allendie Teil eines Systems sind. Es geht nicht um Recht haben oder im Recht sein,sich zu rechtfertigen, zu verteidigen, es geht darum, wieder seinen innerenFrieden zu finden.
Gleichzeitig ist das wichtigste eines jeden „dazuzugehören“.Dies ist nicht nur insbesondere für ein Kind überlebenswichtig. Dafür sind wirbereit, viel von uns aufzugeben, zu verdrängen, wegzugeben – wonach wir unsdann sehnen, denn uns fehlen diese Teile, die wir nicht leben durften, weil wirz.B. unseren Eltern damit „zuviel“ gewesen wären.
Aus Loyalität ist es uns oft nicht möglich, das was zu unsgehört wieder anzunehmen und zu leben oder etwas über das innerhalb der Familienicht gesprochen werden darf auszusprechen, etwas, das nicht gesehen werdendarf, zu sehen; Tabus, Muster zu brechen – denn sie sind mit Schmerz, Schamoder “Verschulden” verbunden. Die Person, die es doch tut, ist ein Systembrecher.Es erfordert Mut und Vertrauen und Liebe, etwas zu brechen, es aufzubrechen,die Verletzung zu sehen, anzunehmen, den Schmerz zu fühlen, zu trauern, damites heilen kann. Dies ist nicht immer innerhalb nur einer einzigen Aufstellungmöglich. Manchmal ist eine Aufstellung dazu da, die Tür, die zuvor verschlossenwar, aufzusperren und einen Spalt breit zu öffnen. Und man braucht dannanschließend Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen, die Kraft zu sammeln, sieaufzustoßen.
So können manche Themen innerhalb einer Aufstellung angesehenwerden und der innere Frieden damit gefunden werden und bei anderen Themen kannnur eine Tür aufgemacht werden. Die Entscheidung, was uns wie möglich ist, kannnur derjenige selbst treffen und jeder fühlt selbst, was für ihn stimmig undwelche Zeit angemessen ist. So lehrt die Aufstellung auch immer Demut, Demutvor der tiefen Weisheit eines jeden in uns selbst. Und Andrea als Aufstellungsleiterin,verneigt sich jedes Mal in Demut vor der inneren Weisheit desjenigen, für dendie Aufstellung ist, nimmt sich selbst zurück, ihr Ego, das für den anderenmachen will, damit der sichere Raum entstehen kann, indem die „innere Weisheit“dessen, der aufstellt sich ausbreiten darf, um selbst das zu “machen”, was fürdenjenigen zu seinem höchsten Wohl in diesem Moment  machbar ist.
Sie sieht es als ihre Aufgabe, den sicheren Rahmen zu halten, indem sich alles zeigen darf, wasist, um benannt, gesehen, gefühlt – erlebt zu werden, um es zu transformieren,als ein Teil, das nicht mehr länger ausgeschlossen, verdrängt, weggedrückt wird,sondern endlich als Lernerfahrung integriert wird und damit nicht nur dieEnergie wieder zur Verfügung steht, die es gekostet hat, es auszuhalten und zuverdrängen, sondern das damit verbundene Potential endlich gelebt werden kann.Der Schmerz war damals, als es überlebensnotwendig war, alles, was damitverbunden war abzuspalten. Die innere Sehnsucht danach, nach dem Teil von uns, den wir mit abgespaltenhaben und uns seither fehlt bleibt. Wir haben überlebt und hätten nun andereMöglichkeiten damit umzugehen. Doch solange wir nicht erleben, dass dies möglichist, können wir uns das nicht vorstellen. Die Seele spricht über den Körper mituns. Und treibt uns an, den Mut zu finden, das, was zu unserer Lebensgeschichtegehört, auch wenn es mit dem Schmerz von damals verbunden ist,  heuteanzunehmen, das, was zu uns gehört, uns anzunehmen, die Verantwortung für unszu übernehmen, die eigene Kraft anzunehmen, die Macht sein eigenes Leben zuleben, indem der innere Frieden gefunden wird, mit dem was war, damit es nichtmehr länger schmerzlich Einfluss nimmt, auf das was ist.
Setzen wir uns mit uns selbst auseinander, statt uns mit anderenauseinanderzusetzen, so ist dies nicht nur effektiver, sondern erspart unsunsere Themen mit anderen auszutragen, was nie zu einer Lösung führt – nur zuendlosen Wiederholungen, bis wie endlich erkennen, dass es mit uns zu tun hatund nicht mit dem anderen, der uns nur einen Spiegel vorhält, damit wir endlichuns selbst wahrnehmen.
Wir werden uns unserer selbst bewusster, dies stärkt nicht nurunserer Selbstbewusstsein, sondern auch unser Selbstvertrauen, denn wer sichselber besser kennt, weiß auch besser, warum er wie wann reagieren wird. Werimmer mehr das, was zu ihm gehört, nicht weiter verleugnet, muss es nichtweiter bei anderen bekämpfen. Wer liebevoll all seine Extreme annimmt, demsteht die ganze Fülle zur Verfügung, der ganze Reichtum seiner Selbst. Undjeder, der sich mit sich selbst auseinandersetzt, weiß, was dies nicht nur anMut kostet und ist sich sehr genau dessen und damit seines Wertes bewusst. DasSelbstwertgefühl, das können wir uns nur selbst geben, wie so vieles, das wirglauben, das uns andere geben sollten. Erwachsen sein bedeutet, für sich selbstzu sorgen,  dafür zu sorgen, dass das was einem selbst als zu wenigerscheint, in einem selbst wachsen kann. Die Verantwortung für sich selbst zuübernehmen, das gibt uns die Freiheit uns selbst wahrzunehmen und entsprechendzu wachsen, so wie es für uns stimmig ist, im Einklang mit uns selbst und damitmit allem, was ist.
Virginia Satir schrieb einmal:
„Ichglaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann,ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk,das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zuberühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt“ 
 
Ihre Grundhaltung drückte sie in den “FünfFreiheiten” aus, zu denen sie ihren Patienten verhelfen wollte:
 Menschliche Freiheiten
DieFreiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist,
– anstatt das,was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
DieFreiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke,
– und nicht das,was von mir erwartet wird.
DieFreiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen,
– und nicht etwas anderesvorzutäuschen.
DieFreiheit, um das zu bitten, was ich brauche,
 – anstatt immer erst auf Erlaubniszu warten.
DieFreiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, – anstatt immer nur auf“Nummer sicher zu gehen” und nichts Neues zu wagen.
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